E-Scooter Versicherung 2026: Das solltest du wissen + Preise

Du bist auf der Suche nach der perfekten und besten Versicherung für dich und deinen E-Roller? Dann habe ich hier einige Tipps und Empfehlungen für dich.

Ein Klemmbrett mit einem E-Scooter-Versicherungsvertrag, einem Stift und einer Kaffeetasse auf einem Schreibtisch neben einem Laptop.

Jedes Jahr am 1. März beginnt ein neues Versicherungsjahr, und dein E-Scooter braucht ein neues Kennzeichen. Für das Versicherungsjahr vom 1. März 2026 bis 28. Februar 2027 ist das Kennzeichen schwarz.

Hinweis für den Saison-Wechsel: Das neue Kennzeichen immer erst zum Saison-Wechsel verwenden. Das heißt: immer erst zum 01.03. eines Jahres das neue Kennzeichen aufkleben. Der E-Scooter darf nur mit einem aktuell gültigen Kennzeichen bewegt werden.

Noch ein Tipp: Das alte Kennzeichen lässt sich mit einem Heißluftfön einfach entfernen. Wenn du Bristol Öl im Haus hast, kannst du es auch damit versuchen. Kennzeichen leicht anheben, Öl dahinter tropfen, kurz einwirken lassen und das Kennzeichen ein kleines Stück abziehen, dann wieder Öl, einwirken lassen und wieder ein Stück abziehen. So kannst du das Kennzeichen an deinem E-Scooter am besten und leichtesten entfernen. Sollten noch Klebereste übrig bleiben, kannst du diese mit etwas Nagellackentferner, Reinigungsalkohol oder Alkoholpatts entfernen. 

Seit dem 15. Juni 2019, dürfen E-Scooter auf deutschen Straßen fahren. Zu beachten ist, dass die Scooter ein Kennzeichen und einen Versicherungsschutz benötigen. Da ich weiß, dass man schnell die Übersicht verlieren kann, werde ich dir in diesem Artikel alles erklären, was du zu diesem Thema wissen musst.

Inhalt

E-Scooter fahren ohne Versicherungsplakette?

Hinweis: Ohne gültige Versicherung solltest du auf keinen Fall fahren. Wer ohne Haftpflichtversicherung unterwegs ist, macht sich nach dem Pflichtversicherungsgesetz strafbar. Fehlt nur das Kennzeichen am Roller, kostet das laut ADAC 40 Euro. Kommt es zu einem Unfall ohne Versicherungsschutz, zahlst du alle Schäden aus eigener Tasche.

Welche Versicherungen gibt es?

Nachdem wir uns einig sind, dass eine Versicherung unabdingbar ist, widmen wir uns nun der Versicherungsarten.

Es gibt zwei Versicherungsmodelle: die Haftpflicht- und die Teilkaskoversicherung.

Die Haftpflicht ist die Mindestanforderung. Sie schützt dich vor den finanziellen Folgen von Schäden, die du anderen mit deinem E-Scooter zufügst. Versichert sind Versicherungsnehmer, Eigentümer und Fahrer.

Seit dem 1. Oktober 2026 gilt für E-Scooter außerdem die Gefährdungshaftung: Der Halter haftet für Schäden aus dem Betrieb des Rollers, auch wenn den Fahrer kein Verschulden trifft. Umso wichtiger ist eine gültige Haftpflicht.

Daneben gibt es noch die Teilkaskoversicherung.

Diese ist nicht Pflicht und deckt neben dem, was die Haftpflichtversicherung abdeckt, auch noch Schäden durch Diebstahl, Naturgewalten, Tieren, Brand und Explosionen oder Kurzschluss ab.

Wie viel zahlen Versicherungen im Schadensfall?

Die gesetzlichen Mindestabdeckungen der Haftpflichtversicherung liegen bei:

– 7,5 Mio. EUR für Personenschäden

– 1,22 Mio. EUR für Sachschäden

– 50.000 EUR für Vermögensschäden

Die Teilkaskoversicherung übernimmt zusätzlich noch, die oben bereits erwähnten Sonderleistungen.

Was kostet eine Versicherung für den E-Scooter?

Die Preise unterscheiden sich je nach Anbieter und Alter. Eine reine Haftpflicht kostet für 2026 meist zwischen 25 und 60 Euro im Jahr, einzelne Angebote liegen darunter. Mit Teilkasko wird es entsprechend teurer.

Auch das Alter spielt eine Rolle: Bei Fahrern unter 23 Jahren verlangen die meisten Versicherer einen Aufschlag.

Für Teilkaskoversicherung gibt es Modelle mit Selbstbeteiligung und ohne. Generell ist die Teilkasko teurer, sichert jedoch auch mehr ab.

Anforderungen an deinen E-Scooter

Einige Versicherungen haben Mindestanforderungen, damit du deinen Scooter überhaupt versichern kannst.

  • Höchstgeschwindigkeit beträgt 20 km/h
  • Zwei unabhängig voneinander wirkende Bremsen
  • Seitliche Reflektoren
  • Beleuchtung vorn und hinten
  • Klingel

Diese können von Versicherung zu Versicherung variieren.

Was lohnt sich mehr? Haftpflicht- oder Teilkaskoversicherung?

Generell muss man sagen, dass je teurer der E-Scooter ist, desto mehr lohnt sich eine Teilkaskoversicherung. Vor allem, wenn du lange Strecken, besonders in den rutschigen und gefährlichen Wintermonaten, zurücklegst.

Wie kann ich eine Versicherung abschließen?

Als allererstes solltest du dir Gedanken machen, welche Art von Versicherung du haben möchtest. Reicht die Haftpflichtversicherung oder lohnt sich eine Teilkasko?

Dann solltest du unbedingt die Preise und Leistungen der einzelnen Versicherungen vergleichen. Hierbei kannst du einiges an Geld sparen. 

Sobald du eine Versicherung gefunden hast, kannst du diese auch in den meisten Fällen online abschließen. Deine Versicherungsplakette bekommst du nach wenigen Tagen zugeschickt. Diese wird an der Rückseite deines E-Scooters befestigt. Viele E-Scooter haben dafür eine spezielle Kennzeichenhalterung. Die Plakette wird dort einfach aufgeklebt.

Welche Punkte solltest du noch zur E-Scooter-Versicherung wissen?

Gilt die Versicherung nur für dich oder kannst du deinen E-Roller auch verleihen?

Das Schöne an den Versicherungen: Sie gelten auch für andere Personen, da sie an das Kennzeichen und nicht an die Person gebunden sind. Du kannst den Roller also ohne Probleme verleihen.

Welche E-Roller darf ich überhaupt fahren?

Damit du mit dem E-Roller im Straßenverkehr fahren kannst, benötigt dieser eine allgemeine Betriebserlaubnis, auch ABE genannt. Als weiteres muss er die gesetzlichen Anforderungen erfüllen (z. B. max. 20 Km/h, max. 500 Watt Leistung, Bremsen, Scheinwerfer etc.). Mehr Informationen hier.

Kannst du deinen Scooter nicht gleichzeitig mit deinem Auto mit versichern?

Nein, leider nicht, da die E-Scooter als eigenständiges Fahrzeug gelten und somit nicht mitversichert werden können. Sie benötigen auch eine eigene Versicherungsplakette. Diese bekommst du nach dem Abschluss der Versicherung nach Hause geschickt. Somit benötigt dein Roller eine eigene Haftpflichtversicherung.

Verlängert sich die Versicherung automatisch?

Versicherungen für E-Roller laufen immer für ein Versicherungsjahr bis Ende Februar und enden dann automatisch. Für das neue Jahr brauchst du eine neue Versicherung und ein neues Kennzeichen. Viele Versicherer bieten dafür eine Verlängerung mit einem Klick im Kundenportal an.

Wie sind die Kosten der Versicherungsplakette?

Die Versicherungsplakette ist im Regelfall im Preis inklusive. Bei den meisten Versicherungen sind die Kennzeichen auch im Kundenbüro oder Geschäftsstelle verfügbar. Zur Sicherheit würde ich aber vorher immer kurz anrufen. Das ist für die ganz Eiligen unter uns ein riesengroßer Vorteil.

Muss ich den Versicherungsschein bei mir führen?

Hier gibt es verschiedene Meinungen und Auffassungen. Einige Versicherungen sagen nein und andere wiederum ja. Ich musste auch feststellen, dass die Polizei hier bei den Kontrollen unterschiedlicher Meinung ist. Die Landespolizei Mecklenburg-Vorpommern sagt ganz klar, dass ein Mitführen der Betriebserlaubnis und Versicherung nicht notwendig ist.

Zusammenfassung, das wichtigste auf einem Blick:

– Eine Haftpflichtversicherung ist Pflicht.
– Das Kennzeichen 2026/27 ist schwarz und gilt bis 28. Februar 2027.
– Seit Oktober 2026 haftet der Halter auch ohne Verschulden (Gefährdungshaftung).
– Eine Teilkasko deckt zusätzlich Diebstahl, Brand und Naturgewalten ab.
– Eine einfache Haftpflicht kostet meist rund 25 bis 60 Euro im Jahr.

Infografik mit dem Titel „E-Scooter-Versicherung: 5 Fakten“, die fünf zentrale Punkte zur Pflichtversicherung für E-Scooter in Deutschland und zu den Risiken des Fahrens ohne Versicherung auflistet.

Fazit

Jetzt hast du alle wichtigen Informationen zur Versicherung für deinen E-Roller. Vergleiche vor dem Abschluss am besten Preise und Leistungen mehrerer Anbieter, die Unterschiede sind teils deutlich.