Unkraut im Rasen bekämpfen – Eine Übersicht mit Tipps und Tricks

Grünes Gras und Getreidehalme auf einem Feld.

Unkraut-der Feind im eigenen Garten.

Es gibt so gut wie keinen Gärtner, der noch nie ein Problem mit Unkraut hatte. Kaum hat man die störenden Pflanzen entfernt, wachsen sie schon wieder an allen Ecken nach. In diesem Artikel erfährst du alles über die häufigsten Unkräuter im Rasen und wie du sie wieder loswirst.

Inhaltsverzeichnis

Die wichtigsten Unkräuter

Unkraut ist ein Obergriff für verschiedene Arten von Pflanzen, die in deinem Garten wachsen, ohne gezielt angebaut worden zu sein. Bevor wir darüber reden wie du sie loswirst, zeige ich dir erstmal die häufigsten Arten auf.

Gänseblümchen

Eine Gruppe weißer Gänseblümchen mit gelben Mitten auf einer Wiese.

Die schönen, gelb-weißen, zehn Zentimeter langen Blütenhalme sind jedem Bekannt. Einmal im Rasen, vermehren sie sich blitzartig. Man findet Gänseblümchen vor allem in nährstoffreichen und lehmigen Böden, welche während der langen Blütephase, feucht sind. 

Hilfe: Hier helfen Unkrautvernichter zuverlässig. Ein passendes Produkt ist der Compo Rasenunkrautvernichter.

Wegerich

Spitzwegerich mit schmalen grünen Blättern und dunklen, zylindrischen Blütenständen auf einer grasbewachsenen Wiese.

Zwar werden der krautigen Pflanze Heilwirkungen zugesprochen, jedoch ändert dies nichts daran, dass sie sich äußerst schnell an sonnigen Standorten, im Rasen verbreitet. Solang die Pflanze noch nicht ihren Samen ausgestreut hat, lässt sich der Wegerich gut mechanisch entfernen.

Ehrenpreis

Ein Stück grünes Gras mit einer kleinen gelben Blume, umgeben von zahlreichen blauen Wildblumen.

Das Gewitterblümchen sieht im Hochsommer zwar schön im Garten aus, ist jedoch ein großer Rasenkonkurrent. Er bildet verdichtete Polster im Rasen und befällt bevorzugt stickstoffreiche Böden.

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Weißklee

Weiße Kleeblüten, die auf einer grasbewachsenen Wiese wachsen.

Weißklee ist weit verbreitet. Vor allem in mageren Böden findet man die weiß-runde Pflanze. Wer sie loswerden möchte, kommt nicht um das regelmäßige vertikutieren herum.

Gundermann

Eine Nahaufnahme dunkelblauer Kriechender Günsel-Blüten, die in einem Garten blühen.

Egal ob im Beet, im Rasen oder sogar in Schokolade, der zähe und winterharte Gundermann ist überall vorzufinden und befällt bevorzugt feuchte und kalkhaltige Böden.

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Frauenmantel

Frauenmantelblüten mit grünen Blättern, bedeckt mit Wassertröpfchen.

Der robuste Frauenmantel breitet sich unkontrolliert und stark aus. Man findet ihn nicht nur in Nährstoffreichen, sondern auch lehmigen Böden. Einmal im Rasen bekommt man ihn nur sehr schwer wieder raus. Hier hilft nur großflächiges Ausstechen.

Löwenzahn

Gelbe Löwenzahnblüten, ein Samenstand und grüne Blätter auf einer strukturierten blauen Oberfläche.

Für Kaninchen ist diese Pflanze ein Festmahl, für Gärtner jedoch eher ein Dorn im Auge. Die gelben Blüten sind leicht zu erkennen und wachsen bevorzugt an nährstoffreichen und gut durchlüfteten Standorten. Der Löwenzahn lässt sich durch Ausstechen und regelmäßiges Mähen, einfach entfernen.

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Gemeine-Quecke

Tautropfenbedeckte Grashalme und ein einzelner Samenstand.

Gemeine Quecke ist, wie der Name bereits vermuten lässt, der König unter den Unkräutern im Rasen. Wer Quecke im Rasen hat, kann nicht mehr viel tun und es steht schlecht um den Rasen. Quecke verbreitet sich unterirdisch, sowie über die Samen am Stängel. Ein Ausstechen ist die einzige Möglichkeit der Quecke Her zu werden. Aber Vorsicht, wenn die Wurzeln nicht vollständig entfernt werden, entsteht mehr Schaden als das Gutes passiert. Werden die Wurzeln durchtrennt, bilden sich an den Stellen jeweils zwei neue Triebe und die Quecke kommt doppelt so stark zurück.

Als zweite Lösung wird eine Licht- und Wasserundurchlässige Folie empfohlen. Diese wird ein halbes Jahr über die Fläche gelegt. Das bedeutet aber auch gleichzeitig den Tod des Rasens. Danach muss die alte Erde sorgfältig abgetragen werden. Hier wird eine mindest-tiefe von 50 cm empfohlen. Ein Umgraben genügt nicht, die Quecke kommt in diesem Fall mit einer hohen Wahrscheinlichkeit zurück.

Unkraut wieder loswerden

Als klassische Methode um Unkraut loszuwerden, gilt das Ausstechen. Jedoch ist dies nicht nur sehr mühselig, sondern auch wenig effektiv. Um die Kräuter langfristig loszuwerden, musst du nämlich die gesamten Wurzeln mit entfernen. Diese liegen jedoch normalerweise sehr tief und sind nur schwer zu erreichen. Biozide und Herbizide sind hier die einzige effektive Behandlungsstrategie. Diese, selektiv wirkenden Mittel, werden von den Unkräutern aufgenommen und vernichten dieses dann. In Kombination mit einem Dünger, kann es als Granulat mit dem Streuwagen ausgebracht werden.

Wichtiger Hinweis: Nicht jedes Biozid / Herbizid wirkt auch bei jedem Unkraut. Hier solltest du auch darauf achten, dass der Rasen durch das Herbizid nicht geschädigt wird. Auch solltest du beachten, dass ein Herbizid wirklich erst die letzte Stufe darstellen sollte. Es handelt sich um ein chemisches Mittel, welches die Gesundheit der Insekten und Tiere im näheren Umfeld schaden kann. Lies dir immer genau die Beschreibungen der Produkte durch und beachte eventuelle Hinweise.

Rasendünger mit Unkrautvernichter

Unkrautvernichter - Biozide / Herbizide

Es gibt natürlich noch stärke Unkrautvernichter. Diese greifen aber auch den Rasen an und dieser hat kein Chance aufs überleben. Daher rate ich von diesen Mitteln ab.